IT-Problem oder Betreuung gesucht? Kurze Ersteinschätzung für Nienburg/Weser: PC, WLAN, Netzwerk, Backup und KMU-IT.

NIVAKO WISSENSBASIS · FÜR FISI & SYSADMINS

Sysadmin-Wissen.
Schnell gefunden.

Die vollständige digitale Ergänzung zum Mousepad: Abkürzungen, Protokolle, Ports, Befehle, Modelle, Checklisten und systematische Fehlersuche an einem Ort.

250+Begriffe & Hilfen100+Ports & Befehle18Praxisbereiche

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ANALOG + DIGITAL

Das NIVAKO Sysadmin-Mousepad

Die kompakte Schnellreferenz für den Schreibtisch. Diese Wissensbasis ergänzt sie um Erklärungen, Varianten, Risiken und konkrete Diagnoseabläufe.

Mousepad-Inhalte ansehen →

01Netzwerk & Protokolle20 Begriffe

IP

Internet Protocol – logische Adressierung und Paketvermittlung.

IPv4

32-Bit-Adressierung, z. B. 192.168.1.10.

IPv6

128-Bit-Adressierung; Link-Local beginnt häufig mit fe80::.

CIDR

Präfixschreibweise für Netze, z. B. /24.

MAC

Hardwareadresse einer Netzwerkschnittstelle.

ARP

Löst IPv4-Adressen in MAC-Adressen auf.

NDP

IPv6-Nachbarschaftserkennung; ersetzt u. a. ARP.

ICMP

Kontroll- und Fehlermeldungen, u. a. für ping.

TCP

Zuverlässiger, verbindungsorientierter Transport.

UDP

Verbindungsloser Transport ohne Zustellgarantie.

MTU

Größte übertragbare Paketgröße ohne Fragmentierung.

TTL

Lebensdauer eines IP-Pakets in Hops.

NAT

Übersetzung von Netzwerkadressen.

PAT

Viele interne Verbindungen über Ports einer öffentlichen IP.

VLAN

Logische Trennung von Layer-2-Netzen nach 802.1Q.

STP

Verhindert Schleifen in geswitchten Netzen.

LACP

Bündelt mehrere physische Links.

QoS

Priorisiert Datenverkehr nach Regeln.

LAN / WAN

Lokales Netzwerk / Weitverkehrsnetz.

VPN

Verschlüsselter Tunnel zwischen Endpunkten oder Netzen.

02Netzwerkdienste16 Begriffe

DNS

Namensauflösung und weitere Resource Records.

DHCP

Verteilt IP, Gateway, DNS und Lease-Informationen.

NTP

Synchronisiert Systemzeiten.

HTTP / HTTPS

Webprotokoll, mit TLS verschlüsselt.

SSH

Verschlüsselter Fernzugriff und Dateitransfer.

RDP

Grafischer Windows-Fernzugriff.

SMB

Datei- und Druckfreigaben, heute SMB 2/3.

NFS

Netzwerkdateisystem, häufig unter Linux/Unix.

SNMP

Abfrage und Meldung von Geräte- und Betriebsdaten.

SMTP

Versand und Weiterleitung von E-Mails.

IMAP

Serverseitiger Zugriff auf E-Mail-Postfächer.

POP3

Abruf von E-Mails, meist weniger flexibel als IMAP.

LDAP

Zugriff auf Verzeichnisdienste.

Kerberos

Ticketbasierte Netzwerkauthentifizierung.

SIP

Signalisierung für VoIP-Verbindungen.

RTP

Transport von Audio/Video in Echtzeit.

03Windows & Active Directory18 Begriffe

AD DS

Active Directory Domain Services.

DC

Domain Controller.

OU

Organizational Unit – Verwaltungseinheit.

GPO

Group Policy Object – zentrale Richtlinie.

FSMO

Fünf besondere AD-Betriebsmasterrollen.

UPN

Anmeldename im Format name@domain.

SID

Eindeutige Windows-Sicherheitskennung.

NTFS

Windows-Dateisystem mit ACL-Berechtigungen.

ACL

Access Control List – Liste von Zugriffsregeln.

UAC

Kontrolliert administrative Rechteerhöhung.

WSUS

Zentrale Microsoft-Updateverwaltung.

WMI / CIM

Schnittstellen für Windows-Systemverwaltung.

WinRM

Windows Remote Management.

RSAT

Remote Server Administration Tools.

RDS

Remote Desktop Services.

DFS

Verteilte Freigaben und Replikation.

BitLocker

Laufwerksverschlüsselung unter Windows.

LAPS

Verwaltung lokaler Administratorpasswörter.

04Linux & Unix14 Begriffe

FHS

Standardisierte Linux-Verzeichnisstruktur.

UID / GID

Benutzer- und Gruppenkennung.

POSIX

Standards für Unix-kompatible Schnittstellen.

systemd

Init- und Dienstverwaltung.

daemon

Im Hintergrund laufender Dienst.

sudo

Befehl mit delegierten höheren Rechten ausführen.

SSH key

Asymmetrische Anmeldung per Schlüsselpaar.

LVM

Flexible Verwaltung logischer Volumes.

ext4 / XFS

Gängige Linux-Dateisysteme.

OOM

Speicher erschöpft; OOM-Killer kann Prozesse beenden.

load average

Mittlere Anzahl laufender oder wartender Tasks.

inode

Metadatenstruktur eines Dateisystemobjekts.

cron

Zeitgesteuerte Ausführung von Jobs.

journalctl

Abfrage des systemd-Journals.

05Virtualisierung & Container12 Begriffe

VM

Virtuelle Maschine mit eigenem Gastbetriebssystem.

Hypervisor

Führt und verwaltet virtuelle Maschinen.

KVM

Kernel-based Virtual Machine.

QEMU

Maschinenemulation und Virtualisierung.

LXC / CT

Systemcontainer mit gemeinsamem Host-Kernel.

Docker

Anwendungscontainer und Image-Laufzeit.

Image

Unveränderliche Vorlage für Container oder VMs.

Snapshot

Zeitpunktabbild; kein eigenständiges Backup.

Clone

Kopie einer VM oder eines Containers.

HA

High Availability – automatischer Weiterbetrieb/Fallback.

Live Migration

Verschiebung einer laufenden VM zwischen Hosts.

Overcommit

Mehr virtuelle als physisch garantierte Ressourcen.

06Storage & Backup16 Begriffe

HDD / SSD / NVMe

Magnetischer bzw. Flash-basierter Speicher.

RAID 0

Striping, schnell, keine Redundanz.

RAID 1

Spiegelung.

RAID 5 / 6

Einfache bzw. doppelte Parität.

RAID 10

Striping über gespiegelte Paare.

NAS

Dateibasierter Netzwerkspeicher.

SAN

Blockbasierter Storage-Verbund.

iSCSI

Blockzugriff über IP-Netze.

IOPS

Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde.

SMART

Selbstüberwachung von Laufwerken.

RPO

Maximal tolerierbarer Datenverlust in Zeit.

RTO

Maximal tolerierbare Wiederanlaufzeit.

3-2-1-1-0

3 Kopien, 2 Medien, 1 extern, 1 unveränderlich/offline, 0 ungeprüfte Fehler.

Immutable

Innerhalb einer Frist nicht veränderbar.

Full / Incremental / Differential

Vollbackup / seit letztem Backup / seit letztem Vollbackup.

Restore-Test

Prüft die tatsächliche Wiederherstellbarkeit.

07IT-Sicherheit20 Begriffe

CIA

Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit.

AAA

Authentifizierung, Autorisierung, Accounting.

MFA

Anmeldung mit mindestens zwei Faktoren.

SSO

Einmalige Anmeldung für mehrere Dienste.

PoLP

Principle of Least Privilege.

Zero Trust

Zugriff stets kontextbezogen prüfen.

PKI

Infrastruktur für Zertifikate und Schlüssel.

TLS

Transportverschlüsselung.

EDR

Erkennung und Reaktion auf Endgeräten.

XDR

Korrelierte Erkennung über mehrere Sicherheitsquellen.

SIEM

Zentrale Sammlung und Korrelation von Ereignissen.

SOC

Security Operations Center.

CVE

Kennung einer veröffentlichten Schwachstelle.

CVSS

Schweregradbewertung einer Schwachstelle.

IOC

Indicator of Compromise.

DLP

Data Loss Prevention.

PAM

Privileged Access Management.

RBAC

Rollenbasierte Zugriffskontrolle.

Ransomware

Schadsoftware zur Verschlüsselung/Erpressung.

Phishing

Täuschung zum Diebstahl von Daten oder Zugang.

08Cloud, DevOps & Betrieb15 Begriffe

IaaS / PaaS / SaaS

Infrastruktur / Plattform / Software als Dienst.

API

Programmierschnittstelle.

REST

HTTP-basierter Architekturstil für APIs.

JSON / YAML

Strukturierte Daten- bzw. Konfigurationsformate.

CI / CD

Automatisierte Integration und Auslieferung.

IaC

Infrastructure as Code.

Git

Versionsverwaltung.

DNS TTL

Cache-Dauer eines DNS-Eintrags.

SLA

Vereinbarte Servicequalität.

SLO / SLI

Serviceziel / gemessener Indikator.

RMM

Remote Monitoring and Management.

MDM

Mobile Device Management.

CMDB

Configuration Management Database.

ITIL

Rahmenwerk für IT-Service-Management.

KPI

Key Performance Indicator.

09

NETZWERKDENKEN

OSI-Modell

7AnwendungHTTP, DNS, SMTP, SSH
6DarstellungTLS, Kodierung, Kompression
5SitzungSitzungsaufbau und -steuerung
4TransportTCP, UDP, Ports
3VermittlungIP, ICMP, Routing
2SicherungEthernet, MAC, VLAN, Switch
1BitübertragungKabel, Funk, Signal, Repeater

Fehlersuche: Physik und Link → Adresse und Route → Port und Dienst → Anwendung und Berechtigung.

10

QUICK REFERENCE

Wichtige Ports

20/21FTP
22SSH / SFTP
25SMTP
53DNS
67/68DHCP
80HTTP
88Kerberos
110POP3
123NTP
135RPC
137–139NetBIOS
143IMAP
161/162SNMP
389LDAP
443HTTPS
445SMB
465/587SMTP TLS / Submission
636LDAPS
993IMAPS
995POP3S
1433MS SQL
3306MySQL/MariaDB
3389RDP
5432PostgreSQL
5985/5986WinRM
8080/8443häufige Web-Alternativen

Ein offener Port beweist nur einen Listener – nicht, dass Authentifizierung, Anwendung und kompletter Datenpfad funktionieren.

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WERKZEUGKASTEN

Diagnosebefehle

Windows / PowerShell

ipconfig /all
Get-NetIPConfiguration
Resolve-DnsName example.org
Test-NetConnection host -Port 443
Get-Service
Get-Process
Get-WinEvent -LogName System -MaxEvents 50
gpresult /r
repadmin /replsummary
sfc /scannow
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Linux

ip -br address
ip route
ss -tulpn
resolvectl query example.org
systemctl --failed
journalctl -p warning -b
journalctl -u dienst --since today
df -hT
du -xhd1 /
free -h
lsblk -f
top

Netzwerk & Dienste

ping host
traceroute host   # Windows: tracert
dig example.org
nslookup example.org
curl -I https://example.org
openssl s_client -connect host:443
nc -vz host 443
ip neigh          # Windows: arp -a
tcpdump -ni any port 53
nmap -sV host
12

SYSTEMATISCH STATT RATEN

Fehlersuche in 8 Schritten

  1. Symptom präzisierenWas genau funktioniert nicht, seit wann und wie reproduzierbar?
  2. Umfang eingrenzenEin Nutzer, Gerät, VLAN, Standort oder alle?
  3. Letzte Änderung prüfenUpdates, Konfiguration, Zertifikate, DNS, Firewall, Zugangsdaten.
  4. Grundlagen messenStrom, Link, IP, Gateway, Route, DNS, Zeit, CPU, RAM, Speicher.
  5. Schichtweise testenLokal → Gateway → Ziel-IP → DNS-Name → Port → Anwendung.
  6. Logs korrelierenZeitstempel und Meldungen aus Quelle, Transport und Ziel vergleichen.
  7. Eine Hypothese testenNur eine Variable ändern und Ergebnis dokumentieren.
  8. Abschluss verifizierenNormalweg end-to-end testen, Monitoring prüfen und Rückfallweg festhalten.

+

Vollständige digitale Mousepad-Ergänzung

Alle Inhalte des Mousepads – ergänzt um Kontext, Varianten und Stolperfallen.

13

MOUSEPAD · VOLLSTÄNDIG

Shortcuts, Rechte, Kommentare und Zeit

Shortcuts

Tab
Shell-Autovervollständigung; zweimal zeigt oft Treffer.
↑ / ↓
Befehlsverlauf.
Ctrl+C
Vordergrundprozess abbrechen.
Ctrl+L
Terminal leeren.
Ctrl+R
Bash-Verlauf durchsuchen.
Win+R
Windows „Ausführen“.

Linux-Rechte

r=4, w=2, x=1; Stellen: Besitzer, Gruppe, andere.

755rwxr-xr-x644rw-r–r–700rwx——600rw——-
chmod 640 datei
chown user:gruppe datei

Kommentare

Shell / PowerShell
# Kommentar
CMD / Batch
REM Kommentar
PowerShell Block
<# mehrzeilig #>

Zeit

date
timedatectl status
hwclock
Get-Date
w32tm /query /status

Zeitabweichung stört Kerberos, TLS, Logs und Cluster. Logs immer mit Zeitzone korrelieren.

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MOUSEPAD · BEFEHLE

Linux, Windows, AD und PowerShell

Linux: System, Netzwerk, Logs

uname -a
hostnamectl
uptime
cat /etc/os-release
ip -br address
ip route
ss -tulpn
systemctl status dienst
journalctl -u dienst -f
tail -f /var/log/datei

Linux: Dateien, Pakete, Ressourcen

ls -lah
cp -a quelle ziel
find /pfad -type f -name '*.log'
grep -Rni text /pfad
apt update && apt upgrade
dnf check-update
ps aux --sort=-%cpu
free -h
df -hT
iostat -xz 1

Windows: Netzwerk & System

ipconfig /all
ipconfig /flushdns
ping host
tracert host
pathping host
route print
systeminfo
sfc /scannow
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
chkdsk C: /scan

Windows: Dienste & Dateien

services.msc
sc query
sc start dienst
sc stop dienst
eventvwr.msc
dir
copy quelle ziel
move quelle ziel
icacls datei
robocopy src dst /MIR /L

/MIR löscht am Ziel; zuerst mit /L simulieren.

Active Directory

whoami /all
echo %LOGONSERVER%
nltest /dsgetdc:domain.local
nslookup -type=SRV _ldap._tcp.dc._msdcs.domain.local
klist
gpupdate /force
gpresult /r
repadmin /replsummary
repadmin /showrepl
dcdiag /v
netdom query fsmo

PowerShell

Get-Process
Get-Service
Restart-Service -Name dienst
Get-WinEvent -LogName System -MaxEvents 50
Get-NetIPConfiguration
Get-CimInstance Win32_OperatingSystem
Get-Content datei.log -Tail 50 -Wait
Get-Help Get-Service -Examples
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MOUSEPAD · PFADE & TOOLS

Wichtige Pfade und Verwaltungskonsolen

Linux-Pfade

/etc/hosts
Lokale Namenszuordnung.
/etc/resolv.conf
Resolverkonfiguration.
/var/log
Logdateien.
/etc/ssh/sshd_config
SSH-Server.
/etc/passwd
Benutzerkonten.
/etc/shadow
Geschützte Hashes.
/etc/sudoers.d
sudo-Regeln.

Windows-Pfade

hosts
C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts
Registry
C:\Windows\System32\config
ProgramData
C:\ProgramData
Temp
%TEMP%
CBS.log
C:\Windows\Logs\CBS\CBS.log
Eventlogs
C:\Windows\System32\winevt\Logs

MMC / CPL

compmgmt.mscdevmgmt.mscdiskmgmt.mscservices.msceventvwr.mscgpmc.mscgpedit.mscsecpol.mscfirewall.cplinetcpl.cplncpa.cplcertlm.mscdsa.mscdnsmgmt.msc

Windows-Variablen

%USERPROFILE%
Benutzerprofil.
%APPDATA%
Roaming-Daten.
%LOCALAPPDATA%
Lokale App-Daten.
%PROGRAMDATA%
Systemweite App-Daten.
%TEMP%
Temporäres Benutzerverzeichnis.
16

MOUSEPAD · DNS, MAIL & TRANSFER

Records, Mailfluss, Kopieren und Backup

DNS-Records

A / AAAA
Name → IPv4 / IPv6.
CNAME
Alias.
MX
Mailserver mit Priorität.
TXT
Freitext, SPF, Verifikation.
PTR
Reverse DNS.
SRV
Dienst, Port und Ziel.
CAA
Zugelassene Zertifizierungsstellen.
NS / SOA
Nameserver / Zonenmetadaten.

DNS prüfen

dig domain.de A
dig domain.de MX
dig +trace domain.de
dig @server domain.de
nslookup -type=MX domain.de
Resolve-DnsName domain.de -Type TXT

Mailzustellung

SPF
Zugelassene Absender.
DKIM
Kryptografische Signatur.
DMARC
Policy und Reporting.
MTA/MDA/MUA
Transport / Zustellung / Client.
  1. SMTP-Antwort prüfen
  2. Queue und Logs prüfen
  3. MX/SPF/DKIM/DMARC/PTR prüfen
  4. TLS und Zielservercode prüfen

Transfer

robocopy src dst /MIR /L
rsync -aHAX src/ dst/
rsync -avz src/ user@host:/pfad/
scp datei user@host:/pfad/
sftp user@host
ssh user@host
tar -czvf backup.tgz /pfad
tar -tzf backup.tgz

Backup-Qualität

  • 3-2-1-1-0-Regel
  • RPO und RTO definiert
  • Externe und unveränderliche Kopie
  • Verschlüsselung plus Schlüsselwiederherstellung
  • Job- und Kapazitätsüberwachung
  • Regelmäßiger protokollierter Restore-Test

Restore-Test

  • Einzeldatei mit ACLs
  • Applikationskonsistenz
  • Komplette VM/Systemwiederherstellung
  • Wiederanlauf ohne Produktionsabhängigkeit
  • Dauer gegen RTO messen
  • Notfallzugriff dokumentieren

Über das Mousepad hinaus

Zusätzliches Wissen, das im Betrieb regelmäßig gebraucht wird.

17

NETZWERK & WEB

Subnetting, private Netze und HTTP

IPv4-Subnetze

/24255.255.255.0 · 254 Hosts/25255.255.255.128 · 126 Hosts/26255.255.255.192 · 62 Hosts/27255.255.255.224 · 30 Hosts/28255.255.255.240 · 14 Hosts/29255.255.255.248 · 6 Hosts/30255.255.255.252 · 2 Hosts

Spezielle Netze

10.0.0.0/8
Privat.
172.16.0.0/12
Privat.
192.168.0.0/16
Privat.
169.254.0.0/16
APIPA/Link-Local.
127.0.0.0/8
Loopback.
fe80::/10
IPv6 Link-Local.
fc00::/7
IPv6 ULA.

HTTP-Codes

200 / 201
OK / erstellt.
301 / 302
Dauerhaft / temporär umgeleitet.
400
Ungültige Anfrage.
401 / 403
Nicht angemeldet / verboten.
404
Nicht gefunden.
409 / 429
Konflikt / Rate Limit.
500 / 502
Server / Gatewayfehler.
503 / 504
Nicht verfügbar / Timeout.

TLS prüfen

openssl s_client -connect host:443 -servername host
openssl x509 -in cert.pem -noout -text
curl -Iv https://host
  • Name/SAN
  • Gültigkeit
  • Zertifikatskette
  • Vertrauenswürdige CA
  • Systemzeit
  • Protokoll/Cipher
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BETRIEB & NOTFALL

Performance, Patchen und Incident Response

Performance

CPU
Auslastung, Load, Run Queue, Prozesse.
RAM
Cache, Swap/Paging, OOM.
Storage
Latenz, IOPS, Queue, freier Platz, Inodes.
Netzwerk
Latenz, Jitter, Verlust, Retransmits.

Spitzen und zeitliche Korrelation sind oft wichtiger als Durchschnittswerte.

Patch-Ablauf

  1. Systeme und Abhängigkeiten erfassen
  2. Release Notes prüfen
  3. Backup/Restoreweg verifizieren
  4. Wartungsfenster festlegen
  5. Stufenweise ausrollen
  6. Normalweg end-to-end testen
  7. Logs und Monitoring nachbeobachten

Incident Response

  1. Erkennen und verifizieren
  2. Eindämmen, Beweise erhalten
  3. Ursache und Persistenz beseitigen
  4. Kontrolliert wiederherstellen
  5. Timeline, Ursache und Maßnahmen dokumentieren

Änderungsdokumentation

  • Ziel und Anlass
  • Betroffene Systeme
  • Ausgangszustand
  • Konkrete Änderung
  • Backup und Rollback
  • Tests vor/nach Änderung
  • Zeitpunkt, Verantwortlicher, offene Punkte
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NETZWERK · SICHERHEIT · BETRIEB

Firewall, WLAN, Routing, PKI und Monitoring

Firewall & Paketfilter

  • Stateful Regeln mit Richtung, Quelle, Ziel, Transport und Port dokumentieren.
  • NAT übersetzt Adressen – es ersetzt keine Firewall.
  • Windows: Get-NetFirewallProfile
  • Linux: nft list ruleset
  • Pfad: Quelle → lokale Firewall → Gateway → Route → Zielfirewall → Dienst.

WLAN-Diagnose

RSSI
Empfangspegel; näher an 0 dBm ist stärker.
SNR
Abstand zwischen Signal und Rauschen.
2,4 GHz
Mehr Reichweite, weniger freie Kanäle.
5/6 GHz
Mehr Kapazität, meist weniger Reichweite.

Kanalbelegung, Breite, Interferenzen, Roaming und Client-Fähigkeiten getrennt prüfen.

Routing

Default Route, spezifischste Route, Metrik und asymmetrische Wege prüfen.

ip route get <ZIEL-IP>
route print
traceroute <ZIEL>

Zertifikate & PKI

CN / SAN
Aufgerufener Name muss im SAN stehen.
Chain
Leaf → Intermediate → Root CA.
CSR
Anfrage ohne privaten Schlüssel.
PEM / PFX
Textformat / PKCS#12-Container.

Ablauf, Name, Kette, Widerruf und Systemzeit prüfen.

Monitoring

  • Latenz, Verkehr, Fehler und Sättigung messen.
  • Den echten Nutzungsweg überwachen.
  • Warnungen nur bei Handlungsbedarf auslösen.
  • Kapazitätstrends von Störungen trennen.

Notfallzugänge

  • Break-Glass-Konto getrennt und überwacht.
  • Wiederherstellungsschlüssel offline sichern.
  • Zuständigkeit und Rücksetzung festlegen.
  • Kontrolliert testen.
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TROUBLESHOOTING-PLAYBOOKS

Vom Symptom zur verifizierten Lösung

DNS funktioniert nicht
  1. IP-Konfiguration und DNS-Server prüfen.
  2. DNS-Server per IP erreichen; UDP und TCP 53 beachten.
  3. Namen gezielt gegen diesen Server auflösen.
  4. Records, Suffix und autoritative Antwort vergleichen.
  5. Normalweg erneut testen.
Kein Internet / APIPA
  1. Link, WLAN, VLAN und Adresse prüfen.
  2. 169.254.0.0/16 weist meist auf fehlendes DHCP hin.
  3. Gateway, externe IP, Route und Firewallpfad prüfen.
  4. Danach DNS und Anwendung testen.
Website nicht erreichbar / 502 / 504
  1. DNS-Ziel, TLS-Namen und Port prüfen.
  2. Proxy- und Backend-Logs korrelieren.
  3. 502 bedeutet ungültige Backend-Antwort, 504 Backend-Timeout.
  4. End-to-End erneut testen.
Domänenanmeldung oder GPO fehlerhaft
  1. Zeit, AD-DNS und DC prüfen.
  2. Kerberos, Secure Channel, SYSVOL und Replikation prüfen.
  3. gpresult vor gpupdate /force auswerten.
Linux-Dienst startet nicht
  1. Status und Journal lesen.
  2. Konfiguration validieren.
  3. Ports, Rechte, Pfade und Abhängigkeiten prüfen.
  4. Eine Ursache beheben und nachbeobachten.
Server langsam / Datenträger voll
  1. Zeitraum und Workload eingrenzen.
  2. CPU, RAM, Swap, Latenz, Platz und Inodes prüfen.
  3. Nicht blind löschen; Besitzer und Aufbewahrung klären.
E-Mail wird nicht zugestellt
  1. Zeit und Message-ID erfassen.
  2. SMTP-Antwort, Queue und Logs prüfen.
  3. MX, PTR, SPF, DKIM, DMARC und TLS kontrollieren.
  4. End-to-End verifizieren.
Backupjob fehlgeschlagen
  1. Fehler, Quelle und Ziel sichern.
  2. Kapazität, Zugang, VSS und Repository prüfen.
  3. Keine Kette blind löschen.
  4. Job und Stichproben-Restore testen.
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INTERAKTIVE WERKZEUGE

Schnell rechnen, übersetzen und kopieren

IPv4-Subnetzrechner

Netz, Broadcast und Hostbereich

Linux-Rechterechner

chmod 750 <DATEI>

DNS-Befehlsgenerator

Resolve-DnsName example.org -Type A
dig example.org A
nslookup -type=A example.org

Cron-Hilfe

Jeden Montag um 03:00 Uhr

Vor Produktiveinsatz in der Zielumgebung prüfen.

Typische Denkfehler

NAT ist nicht automatisch eine Firewall.

RAID, Snapshot und Synchronisation sind kein Backup.

Ping erfolgreich bedeutet nicht, dass die Anwendung funktioniert.

Ein offener Port beweist keine korrekte Anwendung.

Hohe Bandbreite bedeutet nicht niedrige Latenz.

DNS-Änderungen werden gecacht.

Ein grüner Backupjob beweist keine Wiederherstellbarkeit.

Ein Neustart kann die Ursache verdecken.

Sysadmin-Merksätze

Erst PING, dann DNS, dann ROUTE, dann PORT – anschließend Anwendung und Berechtigung.

Snapshot und RAID sind kein Backup. Ein grüner Job ist noch kein Restore-Test.

Logs sind nur mit korrekter Zeit und vollständigem Kontext wirklich nützlich.

„Port offen“ bedeutet nicht „Dienst funktioniert“.

Dokumentation spart beim nächsten Vorfall mehr Zeit, als sie heute kostet.

Automatisiere wiederholbare Arbeit – mit Prüfung, Fehlerbehandlung und Rückfallweg.

NIVAKO · IT-Betreuung aus Nienburg/Weser

Wenn aus Nachschlagen echte Unterstützung werden soll.

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